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Ein Licht der Erinnerung: Grabkerzen richtig entsorgen und wertvolle Materialien bewahren

BEITRAG VOM 21.09.2026

Zu Allerheiligen und Allerseelen erinnern Kerzen an Menschen, die uns fehlen. Auch nach dem Erlöschen können wir mit der richtigen Entsorgung achtsam handeln.

Für viele Menschen gehören Allerheiligen und Allerseelen zu den stillsten Tagen des Jahres. Man besucht das Grab eines geliebten Menschen, bringt Blumen mit und entzündet eine Kerze. Andere stellen zu Hause ein Licht neben ein Foto oder an einen besonderen Platz und nehmen sich dort einen Moment Zeit zum Erinnern.

Ob am Friedhof oder in den eigenen vier Wänden: Eine Kerze steht für Verbundenheit und dafür, dass jemand nicht vergessen ist. Doch wenn das Licht erlischt, bleiben Wachs, Hülle, Deckel oder bei modernen Varianten auch Batterien und elektronische Bauteile zurück. Gerade rund um Allerheiligen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die richtige Entsorgung.

Grabkerzen richtig trennen

Klassische Grablichter mit Kunststoffhülle sind keine Kunststoffverpackungen. Die Hülle gehört daher nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Sofern am Friedhof keine eigene Sammlung für Grablichter oder Kerzenreste angeboten wird, gehören ausgebrannte Einweg Grablichter in den Restmüll. Bestehen vor Ort eigene Sammelbehälter, sollten selbstverständlich diese genutzt werden.

Wachsreste gehören ebenfalls nicht in den Gelben Sack oder in die Biotonne. Wo eine eigene Wachssammlung angeboten wird, können sie jedoch sinnvoll weiterverwendet werden. Noch besser lässt sich Abfall vermeiden, wenn wiederbefüllbare Grablichter verwendet und möglichst lange weitergenutzt werden.

Achtung bei LED-Grablichtern

Immer häufiger werden klassische Kerzen durch LED-Grablichter ersetzt. Hier gelten völlig andere Regeln. Sobald ein Grablicht mit Batterie oder Akku betrieben wird, handelt es sich um ein elektrisches Gerät und es darf nicht in den Restmüll.

Können Batterien einfach entnommen werden, werden diese getrennt über die Batteriesammlung abgegeben. Das ausgediente LED-Grablicht selbst gehört zur Elektroaltgerätesammlung. Sind Batterie oder Akku fest verbaut, wird das gesamte Gerät als Elektroaltgerät zur Sammelstelle gebracht. Österreichweit sind elektrische Beleuchtungskörper und batteriebetriebene Leuchten von der Elektroaltgerätesammlung erfasst. Das gilt genauso für ein LED-Grablicht, das zu Hause zum Gedenken verwendet wurde.

Warum die richtige Trennung wichtig ist

Bei klassischen Grabkerzen geht es vor allem darum, Materialien nicht in falsche Sammelschienen einzubringen und vorhandene Möglichkeiten zur Wiederverwendung von

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Wachs zu nutzen. Bei LED-Grablichtern kommt ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: Batterien und Akkus enthalten wertvolle Rohstoffe und können bei falscher Entsorgung zum Sicherheitsrisiko werden.

Die getrennte Sammlung ermöglicht, Metalle und andere verwertbare Bestandteile zurückzugewinnen. Gleichzeitig wird verhindert, dass Batterien im Restmüll beschädigt werden und dadurch Brände in Müllfahrzeugen oder Anlagen verursachen können.

Statement der zuständigen Entsorgungsreferentin/des zuständigen Entsorgungsreferenten

„Ein Licht für einen verstorbenen Menschen ist ein sehr persönliches Zeichen der Erinnerung. Diese Achtsamkeit können wir auch beim Entsorgen weiterführen. Klassische Grablichter gehören in die vorgesehenen Sammelbehälter, LED-Grablichter zur Elektroaltgerätesammlung und Batterien in die Batteriesammlung. Wer wiederbefüllbare Lösungen nutzt oder vorhandene Wachssammlungen unterstützt, kann zusätzlich Abfall vermeiden und Materialien weiter im Kreislauf halten.“