Große Auszeichnung für die Hauptplatzgestaltung in Maria Saal: Gewinner des Österreichischen Pilgrampreises 2010

Am Donnerstag, 20. Mai 2010 wurde die Ortskerngestaltung Maria Saal beim renommierten österreichischen Pilgrampreis zum schönsten Bauwerk in Österreich, welches mit dem Material Stein gebaut wurde, gekürt.
Die Vereinigung Österreichischer Natursteinwerke (VÖN), Linz, hat am 20. Mai 2010 in Zusammenarbeit mit der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten (bAIK), Wien, im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien den Pilgram Preis 2010 – Naturstein und Architektur verliehen.

Prämiert wurde die vorbildliche Gestaltung und technisch zeitgemäße Konstruktion von Projekten unter maßgeblicher Verwendung von Naturstein aus österreichischer Fertigung, ausgeführt von Naturstein-Fachbetrieben.

Der Hauptpreis ging dabei an die Ortskerngestaltung Maria Saal. Die Neugestaltung wurde von den Kärntner Architekten "nonconform architektur vor ort" gemeinsam mit Friedrich Mascher geplant. Maria Saal konnte sich bei diesem Wettbewerb gegen so renommierte Projekte wie die Neugestaltung der Kärntnerstrasse im 1.Bezirk Wien, die neue Stadtpfarrkirche in Wels/OÖ oder die Hauptplatzgestaltung in Innsbruck durchsetzen. Geplant wurde der neue Hauptplatz in Maria Saal unter intensiver Einbeziehung der Bevölkerung. Die von den Architekten speziell dafür entwickelte Planungsmethode „Ideenwerkstatt vor ort“ hat 2008 den Jurypreis beim Staatspreis Consulting erhalten. Durch diese neue Arbeitsmethode im Bereich Planung können AuftraggeberInnen und Bevölkerung gemeinsam mit ExpertInnen schon vor dem eigentlichen Planungsprozess direkt in die Entwicklungsarbeit eingreifen.

Pilgram Preis
Der Pilgram-Preis wird im 5 Jahre Rhythmus für herausragende Bauten, Platz- und Freiraumgestaltungen ausgeschrieben, bei denen eine beispielhafte innovative, gestalterische und technisch-konstruktive Anwendung von Naturstein im Mittelpunkt steht.
Es werden anspruchvolle Baukonzepte ausgezeichnet, die für eine hohe architektonische Qualität, eine energetische Optimierung und eine wirtschaftliche Konstruktion stehen. Gewürdigt werden herausragende Planungsleistungen, die ästhetisch anspruchsvolle, innovative und ökologische Lösungen aufweisen.


Die Jury
• Prof. Arch. Dipl.-Ing. Maria Auböck, Wien (Professorin für Freiraumgestaltung an Akademie der bildenden Künste München)
• Univ. Prof. em. Arch. mag. arch. Friedrich Kurrent, Wien (em.Professor für Architektur an der Technischen Universität München)
• Arch. Mag. arch. Walter Stelzhammer, Wien (Vorsitzender der Architekten der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten)
• Dr. Anton Helbich-Poschacher, St. Georgen (Vorsitzender Vereinigung Österreichischer Natursteinwerke)
• Ing. Norbert Kienesberger, Grieskirchen (Vereinigung Österreichischer Natursteinwerke

Jurybegründung für das Siegerprojekt Maria Saal
„Die Ortskerngestaltung in Maria Saal macht den Anspruch der Architekten deutlich, den geschichtlich hoch bedeutsamen Ort zu neuer Wirkung kommen zu lassen, den Umraum mit Kirche durch die Pflasterung zusammenzufassen und bis zu den umliegenden Häusern heranzuführen. Dies sei hervorragend gelungen“, so die Jury in ihrer Begründung. Und weiter: „Die streifenförmigen, mit Brechsand verfüllten hell-dunklen Granitsteine passen sich der mehrfach gewölbten Topografie und den Höhenschichten überzeugend an. Die natürliche Oberflächenversickerung ist ökologisch vorbildlich gelöst. Die gesamte Platzraumgestaltung erfolgt stufenlos und barrierefrei. Bemerkenswert ist das Miteinbeziehen von Ortsansässigen während der Planung, sodass auch der soziale Hintergrund gewährleistet ist.“
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