Tonhof

Auf der östlichen Kuppe des Maria Saaler Berges steht der Tonhof, der seine alte Gestalt bewahrt hat und dessen Erdgeschoss noch gotisch ist. Gegenüber vom Tonhof, dem alten Pflegeamt, befindet sich das zum Tonhof gehörige Gerichtshaus.
Die Geschichte des Tonhofes ist eng verknüpft mit dem legendären Künstler-Ehepaar Maja und Gerhard Lampersberg, die das Gebäude 1954 zur Hochzeit erhalten hatten. Im Wiener Artclub lernte das Paar den jungen Thomas Bernhard kennen und lud ihn auf seinen Landsitz ein. Der Tonhof wird zwischen 1957 und 1959 Bernhards Zuflucht und Heimat. Danach verlässt er den Hof für immer. Später sollte der völlige Bruch mit den Lampersbergs erfolgen. Ab 1960 hebt sich in der Scheune des Tonhof der Vorhang und zunehmend etabliert sich der Tonhof als literarisches Lusthaus der Wiener Avantgarde. Es verkehren namhafte Künstler wie Gerhard Ruhm. Spätere Besucher sind auch Wolfgang Bauer, Peter Turrini, Josef Winkler, Peter Handke oder Gert Jonke. Die großzügige Mäzenin Maja Lampersberg ermöglichte durch ihre Gastfreundschaft den "Tonhof-Kindern" zu schreiben, zu komponieren und zu malen: "Das Haus war immer offen...". Im Jahr 2002 starb der Komponist Gerhard Lampersberg, doch schon um einiges früher war Ruhe im Tonhof eingekehrt.
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