Die Funde

Zu den bedeutendsten Funden auf dem Amphitheater zählen drei unmittelbar nördlich des Eingangs zum Nemeseum gefundene Marmoraltärchen sowie zwei Marmorreliefs. Zwei der Altäre waren der Nemesis, einer den Reitergottheiten der Campestren geweiht.
Die Reliefs zeigen zentral die Darstellung eines Altars, links die Göttin Nemesis und rechts den Opfernden, wobei bei einem Relief zusätzlich ein Bär dargestellt ist. Sowohl die Altärchen als auch die Reliefs waren bewusst mit einer massiven Steinpackung abgedeckt und verbogen worden und zeugen so von der vermutlich letzten Handlung im Amphitheater. Eine vollständig erhaltene Bauinschrift (0,87 x 0,15 m) gibt Aufschluss, dass der Duumvir Sextus Sabineius Maximus die Mauern mit Verputz renovieren, sowie Zugänge und Tore des Amphitheaters erneuern ließ. Zu datieren sind diese Baumaßnahmen in die Zeit von Kaiser Commodus in die Jahre 183/184 n. Chr. Eine weitere vollständige Steintafel (0,87 x 0,55 x 0,13 m) berichtet, dass C. Cassius Honoratus unter anderem die eingestürzte Mauer erneuern und Teile des Amphitheaters mit Malerei ausschmücken ließ. Die Inschrift ist durch Tagesangabe und Konsuldatierung auf den 15. Mai des Jahres 237 datiert. Außerdem fand sich im Bereich des Nordtores eine römische Quellfassung aus verzahnten Eichenbalken, über die eine Steinplatte gelegt war. Von dieser gefassten Quelle, die in keinem direkten funktionalem Zusammenhang mit dem Amphitheater stand, führten insgesamt sechs ergrabene Holzrohrleitungen Richtung Westen und damit Richtung Stadt. Die Holzrohre befanden sich zum Teil aufgrund des feuchten Terrains in ausgezeichnetem Zustand. Darüber hinaus fanden sich neben marmornen Architekturteilen zahlreiche Kleinfunde (Keramik, Münzen, Schmuckgegenstände), die von einer regen Nutzung des Baues zeugen.
Gästebuch drucken
Suche:
aA
klein
aA
mittel
aA
groß